Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Harald Siems

geboren: 7. Februar 1900 Groß-Flottbeck
gestorben: nach 1945
Konfession: evangelisch-lutherisch
Vater: Mitinhaber einer Kaffeehandlung

Harald Siems

Siems besuchte Schulen in Groß-Flottbeck, Altona und St. Moritz, das Abitur legte er 1918 in Altona ab. 1918/19 leistete er Kriegsdienst bei den Besatzungstruppen in der Ukraine. Nach der Demobilisierung studierte er Medizin an den Universitäten Kiel, Freiburg, München und Hamburg. 1923 legte er das Staatsexamen ab. Die Praktika absolvierte er in Halle und Hamburg. Nach der Approbation war er ab 1925 als außerplanmäßiger Assistent an der Medizinischen Universitätspoliklinik Halle tätig. Von 1926 bis 1929 war er Assistent an der Medizinischen Klinik Hamburg, dann wieder in Halle. Ab 1931 hatte er die Oberarztstelle an der Medizinischen Universitätspoliklinik inne. Obwohl sich sein Mentor Georg Grund und Emil Abderhalden für ihn einsetzten, wurde die Habilitation Siems’ 1933 nicht genehmigt. Auch nachdem er Dozentenlager und -akademie absolviert hatte, hintertrieb der NS-Dozentenbund die Habilitation aus politischen Gründen. Erst 1935, nachdem klar wahr, dass Siems die Universität verlassen würde, um Chefarzt des Krankenhauses Aschersleben zu werden, wurde ihm der Titel Dr. habil. verliehen. Die Zulassung zum Dozenten erhielt er jedoch nicht. Das Krankenhaus Aschersleben leitete Siems auch nach dem Krieg, eine Universitätskarriere blieb ihm verwehrt.

Organisationen: -

Quelle: UAHW, Rep. 11, PA 14748 (Siems).

Autor: HE

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