Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Adolf Smekal

geboren: 12. September 1895 Wien
gestorben: 7. März 1959 Graz
Konfession: evangelisch, später katholisch
Vater: Feldzeugmeister

Adolf Smekal

Smekal besuchte Schulen in Brünn und Olmütz (Reifeprüfung 1912) Seit 1912 studierte Smekal Physik, Mathematik, Chemie, Astronomie und Pädagogik an der TH Wien und der Universität Graz, wo er 1917 zum Dr. phil. promoviert wurde. Seine Studien setzte er von 1917 bis 1919 in Berlin fort. 1919/20 war er Assistent am Institut für Experimentelle Physik an der TH Wien, 1920 habilitierte er sich für Physik an der Universität Wien, 1921 an der TH Wien. Hier erhielt er 1921 einen Lehrauftrag. 1927 wurde zum außerordentlichen Professor an der Universität Wien ernannt, 1928 nahm er einen Ruf an die Universität Halle als Ordinarius und Direktor des Instituts für Theoretische Physik an. Rufe nach Würzburg und München lehnte er ab. Trotz aller Anfeindungen des Nationalsozialistischen Dozentenbundes übernahm er ab 1938 zahlreiche Rüstungsaufträge, die mit seinem Arbeitsgebiet, der Kristallforschung, verbunden waren. So beriet er Firmen zur Herstellung von Plexiglas, die Widia-Abteilung von Krupp sowie Glas- und Zementhersteller. Im Reichsforschungsrat leitete er den Arbeitskreis Zerkleinerungsphysik. 1945 wurde Smekal mit dem »Abderhaldentransport« deportiert und in Abwesenheit von der Universität entlassen. 1946 entnazifiziert, vertrat er einen Lehrstuhl an der TH Darmstadt, ab 1949 wirkte er an der Universität Graz.

Organisationen: 1933/34 Mitglied der Deutschen Christen, Austritt. Aufnahme in die NSDAP im November 1937 (Mitglied Nr. 5 531 553), 1933 Förderndes Mitglied der SS, 1933 NSLB, 1934 NSBDT, NSV, Vereinsführer des Deutschen Alpenvereins in Halle.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 14785 (Smekal); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407; DBE Bd. 9, S. 352.

Autor: HE

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