Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Bernhard Solger

geboren: 5. Dezember 1849 Untermerzheim (Bayern)
gestorben: 21. Februar 1935 Neiße (Schlesien)
Konfession: evangelisch
Vater: Patrimonialrichter, Rentenverwalter

Bernhard Solger

Solger besuchte die Volksschule in Coburg, dann Gymnasien in Coburg und Bayreuth. Er studierte Medizin an den Universitäten Erlangen, Würzburg, Tübingen und München. Während des Krieges gegen Frankreich war Solger als Arzt in einem Feldlazarett eingesetzt. 1872 promovierte er an der Universität Würzburg zum Dr. med., das Staatsexamen bestand er im selben Jahr in München. Solger trat eine Assistentenstelle an der Universität Breslau an und habilitierte sich 1875 für Anatomie (»Beiträge zur Kenntnis der Nasenwandung und besonders der Nasenmuscheln der Reptilien«). Zum Prosektor ernannt, wurde er 1877 an die Universität Halle versetzt. 1882 erhielt er auf Antrag der Fakultät ein besoldetes Extraordinariat, 1886 wurde Solger auf ein Extraordinariat an der Universität Greifswald berufen. Im selben Jahr wurde ihm das neu eingerichtete Ordinariat für Anatomie übertragen. 1904 musste er wegen einer Erkrankung in den Ruhestand versetzt werden. Solger forschte vor allem zum Bau der Zelle, speziell des Zellkerns u. a. entdeckte er die Zentralmasse der Pigmentzellen. Außerdem verfasste er Arbeiten über das Stützgewebe und zur Anatomie der Drüsen.

Organisationen: DNVP

Quellen: BA R 4901/13277; UAHW, Rep. 29, Nr. 188; Kürschner.

Autor: HE

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