Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Karl Steinbrück

geboren: 9. Januar 1869 Naumburg
gestorben: 29. Februar 1932 Halle
Konfession: evangelisch
Vater: nicht ermittelt

Karl Steinbrück

Steinbrück besuchte Realgymnasien in Naumburg und Osterode, die Reifeprüfung legte er 1889 ab. 1889/90 leistete er Militärdienst als Einjährig Freiwilliger beim 7. königlich sächsischen Infanterieregiment Nr. 10 in Leipzig. Danach studierte er Landwirtschaft in Leipzig und Halle. 1896 promovierte in Halle er mit einer Dissertation über die Entwicklung der Preise des städtischen und ländlichen Immmobilienbesitzes zum Dr. phil. 1897 legte er das landwirtschaftliche Staatsexamen ab und trat eine Assistentenstelle am landwirtschaftlichen Institut der Universität Königsberg an. 1900 habilitierte er sich in Halle mit einer Arbeit zur Rentabilität der Milchviehhaltung und erhielt einen Lehrauftrag für landwirtschaftliche Betriebslehre und Molkereiwesen. 1908 bekam er den Professorentitel zugesprochen. 1909 erschien sein zweibändiges »Handbuch der Landwirtschaft«. In Abstimmung mit Julius Kühn ernannte Ferdinand Wohltmann Steinbrück zum Abteilungsvorsteher für Tierzucht und Molkereiwesen, ab 1914 war Steinbrück planmäßiger außerordentlicher Professor. Von August 1915 bis zum Kriegsende arbeitete er in der Heeresverwaltung, als Hauptmann betreute er landwirtschaftlich »wichtige« Gebiete im Osten (ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse, Komtur mit Schwertern des Herzoglich Anhaltischen Albrechtsordens). Ab Juni 1908 war Steinbrück Stadtverordneter in Halle, von 1919 bis 1928 gehörte er der DNVP an, 1919 bis 1924 war er deren Fraktionsführer im Stadtrat. 1924 wurde er zum ordentlichen Professor für landwirtschaftliche Betriebslehre und Direktor des landwirtschaftlichen Instituts berufen.

Quelle: UAHW, Rep. 11, PA 16239 (Steinbrück)

Autor: HE

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