Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Julius Stenzel

geboren: 9. Februar 1883 Breslau
gestorben: 26. November 1935 Halle
Konfession: katholisch
Vater: Eisenbahnbetriebssekretär

Julius Stenzel

Stenzel legte die Reifeprüfung 1902 in Breslau ab. Er studierte an der Universität seiner Heimatstadt klassische Philologie. 1907 bestand er das Staatsexamen, 1908 promovierte er an der Universität Breslau zum Dr. phil. Von 1909 bis 1925 arbeitete er als Studienrat bzw. Oberlehrer an Gymnasien in Breslau und Neiße. Von 1916 bis 1918 leistete er Kriegsdienst als Funker (ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse). 1920 habilitierte er sich an der Universität Breslau für Philosophie, 1923 erhielt er einen Lehrauftrag. 1925 wurde er zum ordentlichen Professor der Philosophie an die Universität Kiel berufen. 1931 lehnte er einen Ruf nach Basel ab. Nach Denunziation durch einen Studenten wurde Stenzel beurlaubt, jedoch politisch rehabilitiert. Trotzdem versetzte ihn das Kultusministerium auf Grundlage des § 5 des Berufsbeamtengesetzes am 1. November 1933 nach Halle. Stenzel starb plötzlich nach kurzem schweren Leiden. Seine jüdische Ehefrau emigrierte 1939 in die USA, ihre Mutter tötete sich selbst, um der Deportation zu entgehen.

Organisationen: -

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 14976 (Stenzel); Leaman.

Bild: UAHW

Autor: HE

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