Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Horst Stephan

geboren: 27. September 1873 Sayda (Erzgebirge)
gestorben: 9. Januar 1954 Leipzig
Konfession: evangelisch-freikirchlich
Vater: nicht ermittelt

Horst Stephan

Stephan studierte Theologie und Philosophie in Leipzig. Nach dem Studium arbeitete er 1898/99 als Redakteur der »Christlichen Welt«, von 1899 bis 1907 war er Gymnasialoberlehrer in Zittau und Leipzig. 1897 gewann er ein Preisausschreiben zur Frage nach dem Verhältnis des modernen Menschen zum Christentum. Seine Ausführungen beendete er mit dem Satz: »Nicht christlich oder modern, sondern christlich und modern, ja christlich und gerade deshalb auch freudig modern«. 1906 habilitierte er sich für das Fach Kirchengeschichte an der Universität Leipzig, 1907 nach Marburg umhabilitiert, bekam er dort, nach der Promotion zum Lic. theol. an der Universität Leipzig (1910), 1911 den Professorentitel zuerkannt. 1914 erhielt er ein Extraordinariat, 1919 eine persönliche ordentliche Professur. 1922 trat er als Nachfolger Ferdinand Kattenbusch das Ordinariat für Dogmatik an der Universität Halle an. 1926 wechselte er nach Leipzig, wo er 1938 emeritiert wurde. Stephan war Mitherausgeber der Zeitschrift für Theologie und Kirche und verfasste einen Grundriss der Glaubenslehre. Am 10. Dezember 1933 distanzierte er sich als offizieller Vertreter der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig auf einer Synode ausdrücklich von den »28 Thesen der sächsischen Volkskirche zum inneren Aufbau der Deutschen Evangelischen Kirche«, die den Umbau der Kirchen in deutsch-christlichem Geist forderten.

Quelle: UAHW, Rep. 11, PA 14981 (Stephan); Kürschner; www.bautz.de

Autor: HE

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