Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Friedrich Steudener

geboren: 14. Dezember 1839 Posen
gestorben: 26. August 1880 Halle
Konfession: evangelisch
Vater: Baubeamter

Friedrich Steudener

Da Steudeners Vater als Bauinspektor nach Halle versetzt wurde, erhielt er seine Schulbildung an der Latina der Franckeschen Stiftungen. Er studierte Medizin an der Universität Halle und promovierte 1864 mit der Dissertation »Nonnulla de penitiore renum structura et physiologica et pathologica« zum Dr. med. 1867 habilitierte er sich mit der Studie »De lepra anaesthetica sive mutilante« (deutsch: »Beiträge zur Pathologie der Lepra tilans«) für die Fächer pathologische Anatomie und Histologie. Steudener befasste vor allem mit mikroskopischen Untersuchungen zur Histologie und der im Entstehen begriffenen Bakteriologie (»Über pflanzliche Organismen als Krankheitserreger«, 1872). 1874 wurde zum außerordentlichen Professor für pathologische Anatomie und 1876 zum ordentlichen Professor ernannt. Gemeinsam mit Hermann Welcker leitete er das anatomische Institut.
Steudener, der als menschenscheu galt, litt unter einer angegriffenen Gesundheit. Er starb, wie es in der Universitätschronik heißt, einen »plötzlichen Tod«, vermutlich an einem Schlaganfall.

Quellen: Chronik 1880/81 S. 7; Peter Adam, Berühmte Mediziner und ihre halleschen Grabstätten, S. 91; Schriften.

Autor: HE

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