Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Carl Steuernagel

geboren: 17. Februar 1869 Hardegsen (Kreis Nordheim)
gestorben: 4. März 1958 Greifswald
Konfession: evangelisch
Vater: Restaurateur (Gastwirt)

Carl Steuernagel

Im Alter von vier Jahren verlor Steuernagel beide Eltern und wurde bei einem Magdeburger Kaufmann als Pflegekind angenommen. Er besuchte das Pädagogium des Klosters Unser lieben Frauen zu Magdeburg und legte 1887 die Reifeprüfung ab. Er studierte Theologie und Philologie in Halle, 1892 bestand er das erste theologisches Examen und trat in das Predigerseminar Wittenberg ein. 1894 promovierte er an der Universität Leipzig zum Dr. phil. und 1895 an der Universität Halle mit der Dissertation »Biblisch-theologische Untersuchung über die Entstehung des deuteronomischen Gesetzes« zum Lic. theol. Zugleich wurde Steuernagel für das Fach Altes Testament habilitiert. 1896 legte er das zweite theologische Examen ab. 1906 erhielt Steuernagel eine Assistentenstelle und war für die Betreuung der christlich-archäologischen Sammlung der Universität verantwortlich. 1907 wurde er zum außerordentlichen Professor ernannt. 1912 erhielt Steuernagel ein etatsmäßiges Extraordinariat, 1914 nahm er den Ruf auf ein Ordinariat an der Universität Breslau an, wo er bis 1935 lehrte. 1946 nahm er die Lehrtätigkeit an der Universität Greifswald wieder auf, 1948 wurde er in den Ruhestand versetzt. Steuernagel interessierte sich insbesondere für den religiösen Kultus, er veröffentlichte mehrere Studien zum Alten Testament u. a. »Das Buch Josua« (1899). Außerdem verfasste er eine als Lehrbuch gedachte, vielbenutzte »Einleitung« in das Alte Testament (1912) sowie eine Hebräische Grammatik (1903)

Organisationen: 1920 bis 1932 DVP; 1933 NSLB, 1934 Opferring der NSDAP, NSV

Quelle: UAHW, Rep. 40/I, S 201; BA R 4901/13277; Dissertation (theol.); www.bautz.de;

Autor: HE

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