Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Franz-Günther von Stockert

geboren: 9. Januar 1899 Wien
gestorben: nach 1966
Konfession: römisch-katholisch
Vater: Regierungsrat

Franz-Günther von Stockert

Von Stockert besuchte Schulen in Wien und Krensmünster. 1917/18 leistete er Kriegsdienst als Fähnrich in einem Artillerieregiment. Nach dem Studium der Medizin an der Universität Wien war er 1923/24 Arzt in einer Trinkerheilstätte, von 1924 bis 1926 Assistenzarzt an der Psychiatrischen Klinik Wien. Von 1926 bis 1935 war er Assistent an der Psychiatrischen und Nervenklinik der Universität Halle, im April 1935 wurde er zum nichtbeamteten außerordentlichen Professor ernannt. Im November 1935 kündigte er, um sich neurochirurgischer Arbeit an der Universität Würzburg zu widmen. 1937 wurde er Leiter der psychiatrischen Kinderstation der Universitätsnervenklinik Frankfurt am Main. 1938 entzog ihm die Universität Halle die Venia Legendi, da er keine Vorlesungen hielt. 1939 wurde von Stockert jedoch zum außerplanmäßigen Professor für Psychiatrie und Neurologie an der Universität Frankfurt ernannt. 1954 folgte von Stockert einem Ruf auf eine Professur mit Lehrstuhl an die Universität Rostock, zugleich leitete er die Universitätsnervenklinik. 1958 wechselte er als Ordinarius an die Universität Frankfurt am Main.

Organisationen: Eintritt in die SA am 1. November 1933, NSLB.

Quelle: UAHW, Rep. 11, PA 15015 (Stockert); BA R 4901/13278

Autor: HE

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