Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Ulrich Stock

geboren: 8. Mai 1896 Leipzig
gestorben: 12. Dezember 1974 Würzburg
Konfession: evangelisch-lutherisch
Vater: Generaloberstabsarzt

Ulrich Stock

Stock besuchte Schulen in Freiberg, Borna und Dresden, die Reifeprüfung legte er 1914 in Dresden ab. 1914/15 und nach dem Kriegsdienst studierte er Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten Leipzig, München und wieder Leipzig. 1921 wurde er zum Dr. jur., 1924 zum Dr. rer. pol. promoviert. Zunächst Assessor in der Sächsischen Finanzverwaltung wechselte er 1925 zum Landesfinanzamt Brandenburg. Danach war er in der Reichsmonopolverwaltung für Branntwein und ab 1927 im Reichsfinanzministerium tätig, wo er an der Überarbeitung der Zollgesetzgebung beteiligt war. 1931 habilitierte sich Stock in Leipzig mit einer Arbeit über »Amtsverbrechen« für die Fächer Strafrecht und Strafprozessrecht. 1934 vertrat er den vakanten Lehrstuhl für Strafrecht in Halle. 1936 wurde er Dozent an der Universität Berlin und Reichskriegsgerichtsrat. 1937 erhielt er einen Lehrauftrag für Wehrrecht. 1938 zum nichtbeamteten außerordentlichen Professor ernannt, erhielt er 1941 ein Ordinariat an der Universität Marburg. Hier amtierte er von 1942 bis 1945 als Dekan der juristischen Fakultät. Obwohl Stock für eine ausgedehnte Anwendung der Todesstrafe plädierte, setzte er sich für 1943 für den Romanisten Werner Krauss ein. 1945 wurde Stock entlassen und acht Monate interniert. 1948 wurde er an die Universität Saarbrücken berufen. 1950 vertrat er kommissarisch den vakanten Lehrstuhl für Strafrecht an der Universität Marburg, 1951 nahm er einen Ruf auf eine Professur für Strafrecht an der Universität Würzburg an. 1962 wurde Stock emeritiert.

Organisationen: DNVP, Februar 1933 NSDAP, 1936 NSDB

Quellen: Nagel, S. 546; Schriften; Catalogus professorum academiae Marburgensis, S. 143.

Autor: HE

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