Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Adam Struensee

geboren:8. September 1708 Neuruppin
gestorben:20. Juni 1791 Rendsburg
Konfession:evangelisch
Vater:Lorenz Struensee, Tuchmachermeister und Stadtverordneter in Neuruppin

Adam Struensee

Adam Struensee besuchte die Lateinschule in Neuruppin und in Brandenburg, wo er zugleich die Kinder seines Bruders unterrichtete. Am 28. April 1727 findet sich seine Unterschrift im Matrikelverzeichnis der halleschen Universität. Er studierte hier vor allem bei den pietistischen Lehrern Theologie, wechselte aber schon im darauffolgenden Jahr an die Universität Jena. Hier arbeitete er neben dem Studium als Hofmeister für adlige Studenten.

Dass er als pietistischer Theologe bald etabliert war, zeigt seine Berufung 1730 als Hofprediger in Berleburg, das als ein radikal-pietistisches Zentrum galt. Hier heiratete er Maria Dorothea Carl, die Tochter des Mediziners Johann Samuel Carl (1677-1757), der sich dem radikalen Pietismus ebenfalls angeschlossen hatte.

Der Kontakt zum halleschen Pietismus blieb bestehen: 1732 wurde Struensee auf die Pastorenstelle in St. Moritz in Halle berufen. 1739 wechselte er an die Ulrichkirche und 1747 wurde er zum ersten Pastor der Marienkirche berufen.

Am 31. Mai 1751 erhielt er den Ruf als außerordentlicher Professor der Theologie.

Im Juni 1757 wechselte er als Hauptpastor an die Dreifaltigkeitskirche in Altona und wurde 1760 Generalsuperintendenten von Schleswig und Holstein.

Quellen: ADB, Bd. 36, Leipzig 1893, S. 643f.; Dreyhaupt, S, 729f.; Förster, S. 271; Köhler, Otto: Die Matrikel der Universität Jena, Bd. 3 (1723 bis 1764), Weimar 1992, S. 94; MV Halle I, S. 441; StaH FA, Nr. 3036; UAHW Rep 3, Nr. 239 Ernennung der Adjunkten, außerordentlichen und ordentlichen Professoren bei der Theologischen Fakultät (1691-1786).

 

Autorin: JS

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