Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Ernst Otto Taschenberg

geboren: 23. März 1854 Zahna (Kreis Wittenberg)
gestorben: 30. März 1922 Halle
Konfession: evangelisch
Vater: Schulvorsteher, später Universitätsprofessor

Ernst Otto Taschenberg

Der Sohn Ernst Taschenbergs studierte in Halle und Leipzig Naturwissenschaften. 1877 promovierte er an der Universität Halle mit der Arbeit »Anatomie, Histologie und Systematik der Cylicozoa Leuckart, einer Ordnung der Hydrozoa« zum Dr. phil. 1879 habilitierte er sich an der Universität Halle für Zoologie mit der Arbeit »Weitere Beiträge zur Kenntnis ectoparasitischer mariner Trematoden«. Seine Antrittsvorlesung hielt er über »Parthenogenesis«. Er erhielt eine Assistentenstelle am Zoologischen Institut, 1888 wurde er zum Extraordinarius und Kustos der Sammlungen ernannt. Ab 1887 gab er die Bibliographie »Bibliotheca Zoologica« heraus, ab 1888 erhielt er eine Remuneration, ab 1899 wurde er regulär besoldet. Neben seiner Tätigkeit an der Universität war Taschenberg als Gutachter im Bereich Schädlingsbekämpfung tätig, so 1889 als Reblaus-Sachverständiger für den Thüringer Weinbau. 1911 wurde er zum ordentlichen Honorarprofessor für systematische Zoologie, Entomologie und Geschichte der Zoologie ernannt. Taschenbergs wissenschaftliches Werk war umfangreich. Immer wieder publizierte er über Schädlinge, aber auch über Mallophagen, giftige Tiere und zur Entwicklungsgeschichte der Vögel. Da Taschenberg im Alter verfiel und ihm Verleger große Geldsummen schuldeten, musste er 1919 um finanzielle Unterstützung nachsuchen. Er starb, wie es in der Personalakte heißt, nach kurzem Krankenlager.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 15847 (O. Taschenberg); Dissertation; Habilitationsschrift.

Autor: HE

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