Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Oskar Thulin

geboren: 13. Oktober 1898 Aschersleben
gestorben: 18. Februar 1971 Wittenberg
Konfession: evangelisch
Vater: Rentier

Oskar Thulin

Das Abitur legte Thulin 1917 am Stadtgymnasium Halle ab, danach studierte er bis 1921 an der Universität Halle. 1922/23 war er Erzieher in Holland, von 1923 bis 1925 Assistent an der Sammlung für christliche Archäologie und kirchliche Kunst an der Universität Halle. 1925/26 war er Vikar, 1927 legte er das zweite theologische Examen ab und wurde Pastor in Schkeuditz. Durch ein Stipendium der Notgemeinschaft der Wissenschaft gefördert, führte er von 1927 bis 1929 archäologische Studien in Italien, Dalmatien und auf Malta durch. 1930 wurde er Direktor der Lutherhalle Wittenberg und erhielt einen Lehrauftrag am Predigerseminar. 1933 habilitierte er sich in Halle für Christliche Archäologie und Reformationskunde, 1935 erhielt er einen Lehrauftrag an der Universität Halle, 1940 wurde er zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Im Oktober 1945 von der Universität Halle entlassen, war er aber weiterhin als Stellvertreter des neuen Direktors an der Lutherhalle ("wissenschaftlicher Leiter") sowie als Dozent am Predigerseminar Wittenberg tätig. 1947 für »politisch tragbar« erklärt, gehörte er zum Leiterkreis der evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt. 1952/53 erhielt er einen Forschungsauftrag der Universität Halle, von 1955 bis 1964 nahm er einen Lehrauftrag für Christliche Archäologie an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig war. 1957 scheiterte die Verleihung eines Extraordinariats an der Leipziger Universität. Seit den fünfziger Jahren war Thulin jedoch auch formell wieder Direktor der Lutherhalle Wittenberg.

Organisationen: Bund Oberland 1919 bis 1923, Freicorps Halle 1918 bis 1920, Eintritt in die SA am 1. November 1933, Eintritt in die NSDAP am 1. April 1933 (Mitglied Nr. 3 492 818).

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 16007 (Thulin); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407; UAHW, Rep. 40/I, T.26; www.bautz.de.

Autor: HE

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