Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Hans Erich Thunmann

geboren:23. August 1746 Thoresund (Schweden)
gestorben:12. Dezember 1778 Halle
Konfession:evangelisch
Vater:Thunmann (gest. um 1757), Pfarrer in Thoresund

Hans Erich Thunmann

Nach dem Besuch der Landschule wechselte Thunmann an das Gymnasium in Strängnäs. Hier erhielt er ein Stipendium des Konsistoriums, welches es ihm ermöglichte, an der Universität in Upsala vor allem Geschichte und Sprachen zu studieren. Durch den frühen Tod des Vaters war er immer wieder gezwungen, seine Studien zu unterbrechen und selbst Unterricht zu geben. So ging er u.a. nach Mecklenburg, um dort als Hauslehrer zu arbeiten.

1769 legte er in Greifswald die Magisterprüfung ab. Anschließend arbeitete er als Hauslehrer der Familie von Arnim auf Gut Suckow.

Der für das Departement für Kirchen- und Schulsachen zuständige Minister Karl Abraham von Zedlitz (1731-1793) muss auf Thunmann aufmerksam geworden sein, denn er betrieb dessen Berufung auf die ordentliche Professur der Beredsamkeit und Philosophie in Halle. Diese erfolgte am 17. Juli 1772. In seinem Todesjahr hatte Thunmann zudem die Aufsicht über die Universitätsbibliothek übernommen.

Thunmann erforschte osteuropäische Sprachen und Völker, vor allem beschäftigte er sich intensiv und erstmals in Westeuropa mit Albanien und der albanischen Sprache.

Organisationen:

Mitglied der Freimaurerloge „Zu den drei Degen“ Halle

Quellen: DBA I, Nr. 1271, S. 186-212; Eberhard, Johann August: Lobschrift auf Herrn Johann Thunmann, Prof. der Weltweisheit und Beredsamkeit auf der Universität zu Halle, Halle 1779; Förster, S. 274; UAHW Rep 3, Nr. 249 Ernennung der ordentlichen und außerordentlichen Professoren der Philosophischen Fakultät, Bd. 1766-1798.

 

Autorin: JS

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