Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Karl Velhagen

geboren: 22. September 1897 Chemnitz
gestorben: 19. Dezember 1990 Berlin
Konfession: evangelisch
Vater: Augenarzt

Karl Velhagen

Velhagen schloss das Gymnasium in Chemnitz 1916 mit dem Notabitur ab und diente von 1916 bis 1918, zuletzt als Vizewachtmeister in einem Artillerieregiment. (ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse). Ab 1919 studierte Velhagen Medizin in München, Freiburg und Leipzig, wurde 1922 mit einer anatomischen Arbeit in Halle promoviert und absolvierte Praktika in Chemnitzer Kliniken. Von 1924 bis 1927 war er Volontär- bzw. Assistenzarzt an der Universitätsaugenklinik Freiburg, von 1927 bis 1929 an den Pharmakologischen Instituten in Freiburg und Berlin. Ab 1929 hatte er die Stelle des Oberarztes an der Universitätsaugenklinik Halle inne. Hier habilitierte er sich 1930. 1936 zum nichtbeamteten außerordentlichen Professor ernannt, lehnte er einen Ruf nach Ankara ab. 1937/38 vertrat er den vakanten Lehrstuhl in Köln und leitete die dortige Universitätsaugenklinik. 1938 erhielt er einen Ruf an die Universität Greifswald und wurde 1940 zum persönlichen Ordinarius ernannt. 1946 entlassen, ließ er sich als Augenarzt in Chemnitz nieder. Ab 1947 baute er die städtische Augenklinik neu auf. 1950 nahm er einen Ruf an die Universität Leipzig an. Von 1958 bis zur Emeritierung 1967 war er Professor mit Lehrstuhl und Klinikleiter an der Humboldt-Universität Berlin.

Organisationen: November 1933 bis Juli 1934 SA, DLV, später NSFK (Fliegersturmarzt), RLB, NSLB, Vertrauensarzt des SA-Hochschulamtes. 1938 SA-Sanitätshauptsturmführer, Aufnahme in die NSDAP am 1. Mai 1937 (Mitglied Nr. 4 482 514).

Autobiographie: Karl Velhagen, Ein Leben für die Augenheilkunde. In: Günter Albrecht und Wolfgang Hartwig (Hrsg.), Ärzte – Erinnerungen, Erlebnisse, Bekenntnisse, Berlin (Ost) 1976.

Quelle: UAHW, Rep. 11, PA 16399 (Velhagen); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407; Autobiographie.

Bild: UAHW

Autor: HE

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