Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Albert Viethen

geboren: 23. November 1897 Mönchengladbach
gestorben: 27. März 1978 Berchtesgaden
Konfession: katholisch
Vater: Architekt

Albert Viethen

Viethen besuchte Schulen in Mönchengladbach, von 1916 bis 1918 leistete er Kriegsdienst. Er studierte Medizin in Bonn, Freiburg, Köln und wieder Freiburg. Hier legte er 1923 das Staatsexamen ab. Die Praktika absolvierte er an der Medizinischen Klinik und der Frauenklinik der Universität. 1925 erhielt er die Approbation und promovierte 1926 zum Dr. med. Er war Assistent und Leiter der Röntgenabteilung an der Universitätskinderklinik zugleich leitete er die Kinder-Tuberkolose-Fürsorge Oberbaden. 1932 habilitierte er sich an der Universität Freiburg für das Fach Kinderheilkunde und Röntgenologie. 1933 wurde er Oberarzt, 1936 vertrat er einen Lehrstuhl in Heidelberg, 1937 wurde er zum außerordentlichen Professor ernannt. 1937 mit der Vertretung des Lehrstuhles und der Leitung der Universitätskinderklinik in Halle beauftragt, stellte Viethen am 4. Februar 1938 einen Antrag auf Rückkehr nach Freiburg, weil die Beziehungen zur Medizinischen Fakultät der Universität Halle nicht so geartet seien, »dass eine gedeihliche und erfolgreiche Zusammenarbeit gewährleistet erscheint.« 1938 lehnte er Rufe nach Danzig und Shanghai ab, 1939 nahm er den auf ein Ordinariat an die Universität Erlangen an. Im April 1945 entlassen, wurde er verhaftet und durch verschiedene Internierungslager geschleust. 1948 ließ er sich als Kinderarzt in Erlangen nieder, 1949 wurde er Chefarzt des Kinderkrankenhauses Felicitas in Berchtesgaden. 1962 in den Ruhestand versetzt, arbeitete er weiterhin als Kinderarzt.

Organisationen: 1933 bis 1934 Stahlhelm, 1934 SS, NS-Ärztebund, NSV, NSKOV, NS-Altherrenbund, NSDDB, 1937 Aufnahme in die NSDAP.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 16420 (Viethen); Auskunft aus UA Erlangen A2/1 Nr. V 13.

Autor: HE

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