Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Heinrich Voigt

geboren: 29. Juni 1860 Stade
gestorben: 20. September 1933 Halle
Konfession: evangelisch
Vater: Pastor

Heinrich Voigt

Die Reifeprüfung legte Voigt 1878 am Altstädtischen Gymnasium in Königsberg ab. Er studierte von 1878 bis 1881 in Königsberg, Leipzig und Berlin Theologie, war dann seelsorgerisch tätig und wurde 1890 in Königsberg zum Lic. theol. promoviert. 1892 in Berlin für das Fach Kirchengeschichte habilitiert, wurde er 1894 zum außerordentlichen Professor in Königsberg berufen. 1899 wechselte er nach Kiel, 1901 nach Halle. Seit 1903 litt Voigt an Depressionen, konnte seine Lehrtätigkeit nach einem Klinikaufenthalt jedoch fortsetzen. 1914 wurde er zum ordentlichen Honorarprofessor und 1921 zum Ordinarius für das Fach Kirchengeschichte ernannt. 1925 trat er in den Ruhestand. Voigt forschte und publizierte vor allem zum mittelalterlichen Mönchstum in den Kolonisationsgebieten (u. a. »Adalbert von Prag«, 1898). 1907 legte er eine umfangreiche Studie über Brun von Querfurt und dessen Zeit vor (»Brun von Querfurt: Mönch, Eremit, Erzbischof der Heiden und Märtyrer«). Außerdem verfasste Voigt historisch-dramatische Dichtungen (u. a. über die Christenverfolgungen in Rom »Perpetua«, 1905; über die Zeit Gregors VII. »Wendungen«.)

Organisationen: -

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 16482 (Voigt); DBE 10, S. 237; Hallesches Vademekum.

Autor: HE

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