Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Karl Voretzsch

geboren: 17. April 1867 Altenburg
gestorben: 15. Januar 1947 Naumburg
Konfession: evangelisch
Vater: Architekt

Karl Voretzsch

Das Abitur legte Voretzsch 1886 am Gymnasium Altenburg ab. 1886/87 leiste er Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger, danach studierte er an den Universitäten Tübingen, Freiburg und Halle. Hier promovierte er 1890 und erhielt 1891 die Venia Legendi für romanische Philologie. 1892 wurde er auf ein planmäßiges Extraordinariat für Romanistik in Tübingen berufen. 1903 dort zum Ordinarius ernannt, nahm er 1909 einen Ruf nach Kiel, 1913 einen nach Halle an. Von 1914 bis 1917 leistete er als Oberleutnant Kriegsdienst im Heer (ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse, dem Ritterkreuz 2. Klasse mit Schwertern des Württembergischen Friedrichsordens sowie dem Ritterkreuz II. Klasse des Sachsen-Ernestinischen Hausordens). Von den amtlichen Verpflichtungen entbunden wurde Voretzsch 1935, er vertrat den Lehrstuhl für Romanistik jedoch noch mehrmals. 1942 erhielt er zum goldenen Professorenjubiläum die Goethe-Medaille. Nach dem Tod Mulertts wurde Voretzsch im Januar 1945 reaktiviert, auch 1946 hielt er noch Vorlesungen.

Organisationen: Alldeutscher Verband, VDA, 1918 DNVP, Mitbegründer des Stahlhelms, Kolonialbund, NSV, RLB, NSKOV.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 29651 (Voretzsch) (Erinnerungen der Tochter), PA 16520 (Voretzsch) (eigentliche Personalakte); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407; DBE Bd. 10, S. 254.

Bild: UAHW

Autor: HE

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