Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Willy Vorkastner

geboren: 20. Juli 1878 Potsdam
gestorben: 19. November 1931 Halle
Konfession: nicht ermittelt
Vater: Bürgermeister

Willy Vorkastner

Die Reifeprüfung legte Vorkastner am Gymnasium in Goslar ab. Er studierte an den Universitäten Göttingen, Berlin, Heidelberg und Halle Medizin und volontierte in den Universitätskliniken Halle sowie am Städtischen Krankenhaus Potsdam. 1903 promovierte Vorkastner an der Universität Halle mit der Dissertation »Beitrag zur Frage der Operabilität der Hirntumoren« zum Dr. med. Danach wirkte Vorkastner an der Psychiatrischen und Nervenklinik der Universität Greifswald, nach der Habilitation 1910 als Oberarzt. Wegen seiner vielseitigen Gutachtertätigkeit (vor allem »psychopathologischer Zustände«) brachte ihn die Universität Halle für das Extraordinariat für gerichtliche und soziale Medizin, medizinisch-kriminalistische Hilfswissenschaften und Kriminalanthropologie in Vorschlag. 1922 nahm Vorkastner den Ruf an. 1927 wechselte er an die Universität Frankfurt auf das neugegründete planmäßige Extraordinariat für gerichtliche Medizin, kriminalistische Hilfswissenschaften und soziale Medizin. Zugleich war er als Gefängnisarzt tätig. 1930 nannte ihn die Medizinische Fakultät der Universität Halle wegen seiner »teilweise wegweisenden Ideen« primo loco für das vakante persönliche Ordinariat für Gerichtliche Medizin und Naturwissenschaftliche Kriminalistik. Vorkastner nahm den Ruf an. Er starb überraschend an einem Herzschlag, die unmittelbar folgende Obduktion konnte jedes Fremdverschulden ausschließen.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 16522 (Vorkastner); Dissertation.

Autor: HE

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