Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Martin Wackernagel

geboren: 2. Januar 1881 Basel (Schweiz)
gestorben: 14. Februar 1962 Cottens (Kanton Waadt, Schweiz)
Konfession: protestantisch
Vater: Archivar

Martin Wackernagel

Nachdem Wackernagel 1899 das Baseler Gymnasium absolviert hatte, bezog er für ein Semester die Universität Genf, für weitere drei Semester die Universität seiner Vaterstadt. In dieser Zeit befasste er sich vorwiegend mit philologischen, literaturhistorischen und allgemeinhistorischen Studien. Nach einem längeren Aufenthalt in Florenz wandte er sich der Kunstgeschichte zu. Er studierte dann an den Universitäten Berlin und Göttingen Kunstgeschichte, Archäologie und Geschichte. Im Juli 1905 promovierte er an der Universität Berlin mit der Dissertation »Darstellung und Idealisierung höfischen Lebens in Holzschnittwerken Kaiser Maximilians I.« zum Dr. phil. Er trat eine Volontärstelle am Preußischen Historischen Institut in Rom an. Als Hilfsarbeiter befasste er sich mit der normannischen und staufischen Architektur in Süditalien. Außerdem verwaltete er die Photographiensammlung des Institutes. Ende 1908 kündigte Wackernagel, um seine Habilitationsschrift über die romanische Plastik in Apulien fertig zu stellen. Seine Antrittsvorlesung hielt Wackernagel 1909 in Halle zum Thema »Die Wertschätzung Raffaels von der Renaissance bis zur Romantik«. 1912 habilitierte er sich an die Universität Leipzig um, da ihm dort ein dotierter Lehrauftrag angeboten wurde. In Leipzig erhielt Wackernagel 1918 ein besoldetes Extraordinariat, 1920 wurde er auf eine ordentliche Professur an der Universität Münster berufen (1948 emeritiert). Wackernagel publizierte auch zur Baukunst des 17. und 18. Jahrhunderts sowie zur modernen Malerei (»Max Slevogt«, 1927). 1938 erschien sein Buch über den Lebensraum des Künstlers in der Florentinischen Renaissance, nach dem Zweiten Weltkrieg sein Werk »Die italienische Malerei des Ottocento, Kunst, Künstler und Kunstleben im Übergang von der Romantik zum Naturalismus«.

Organisationen:

Quelle: UAHW, Rep. 21, Abt. III Nr. 146; Kürschner; BA R 4901/13279

Autor: HE

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