Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Konrad Wernicke

geboren: 17. April 1862 Berlin
gestorben: 21. August 1900 Berlin
Konfession: evangelisch
Vater: Gymnasialprofessor, Historiker

Konrad Wernicke

Wernicke besuchte das Friedrich-Wilhelms-Gymnasium in Berlin (Reifeprüfung 1879). Er studierte an der Universität Berlin Geschichte, deutsche Philologie, alte Philologie, Altertumskunde und Archäologie. 1884 promovierte er an der Universität Berlin mit der Dissertation »De Pausanie periegetae studiis Herodoteis« zum Dr. phil. Er trat eine Stelle als Hilfsarbeiter in der Skulpturenabteilung der Königlichen Museen Berlin an und übernahm die Redaktion der »Archäologischen Zeitung«. Eine Studienreise führte ihn 1887/88 nach Paris, London, München und Italien. Er besuchte zahlreiche Museen und sammelte südlich von Brindisi Material für seine Habilitationsschrift über griechische Vasen. 1889 habilitierte sich Wernicke an der Universität Halle für die Fächer Archäologie und Mythologie. In seinen Vorlesungen behandelte er u. a. die griechische Götterlehre und die Kunst des Phidias, für die Realenzyklopädie des Altertums (Pauly-Wissowa) verfasste er zahlreiche Artikel zur antiken Mythologie. 1891 reiste er nach Griechenland, nach seiner Rückkehr erhielt er ein Privatdozentenstipendium. Ab 1896 war Wernicke als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter beim Kaiserlichen Archäologischen Institut Berlin beschäftigt. 1898 zog er nach Berlin um und ließ sich von der Vorlesungstätigkeit dispensieren.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 16945 (Konrad Wernicke); Chronik 1900/1901, S. 21.

Autor: HE

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