Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Berthold Wiese

geboren: 19. Dezember 1859 Rostock
gestorben: 3. Mai 1932 Halle
Konfession: evangelisch-lutherisch
Vater: Schuldirektor

Berthold Wiese

Wiese besuchte das Gymnasium in seiner Heimatstadt, begann das Studium der in Berlin, 1881/82 hielt er sich in Italien auf, 1883 promovierte er an der Universität Berlin mit einer Arbeit über die Sprache des Tesoretto Brunotto Latinos. Das Staatsexamen für die Fächer Deutsch, Englisch und Französisch legte er 1884 in Rostock ab und erhielt eine Stelle als Hilfslehrer in Ludwigslust, wurde jedoch nach kurzer Zeit fest angestellt. 1886 wechselte er an die städtische Oberrealschule in Halle. dort 1925 pensioniert. An der Universität lehrte er als Lektor für Italienisch von 1889 bis 1914, 1900 erhielt er den Professorentitel, einen Ruf an eine österreichische Universität lehnte er ab. 1914 wurde er zum ordentlichen Honorarprofessor ernannt. 1930 suchte er um seine Entlassung an der Universität nach. Wiese, der bis zum Ausbruch des Krieges alljährlich Studienreisen nach Italien unternahm, veröffentlichte zahlreiche Arbeiten zur älteren italienischen Sprache und edierte textkritische Ausgaben von lombardischen und altitalienischen Legenden. 1899 erschien seine Geschichte der italienischen Literatur, 1904 veröffentlichte er ein Lehrbuch des Altitalienischen mit einer Grammatik verschiedener Mundarten. 1903 wurde er Ehrenmitglied der American Dante Society in Cambridge (Mass.), 1908 erhielt er den Roten Adler-Orden 4. Klasse.

Bemerkungen: Angehöriger der Loge zu den Drei Degen.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 17028 (Wiese)

Autor: HE

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