Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Hans Willige

geboren: 10. Februar 1877 Erbsen (Kreis Goslar)
gestorben: 19. April 1963 Ilten bei Hannover
Konfession: evangelisch
Vater: Pastor

Hans Willige

Willige besuchte Gymnasien in Goslar und Göttingen, die Reifeprüfung legte er 1898 ab. Er absolvierte das erste Halbjahr des einjährig freiwilligen Militärdienstes und studierte anschließend bis 1903 Medizin an den Universitäten Göttingen, Leipzig und wieder Göttingen. Danach diente er das zweite Halbjahr als Marinearzt in Kiel (Entlassung als Stabsarzt der Marine). Willige arbeitete danach als Arzt in der Nervenheilanstalt »Villa Friede« in Ballenstedt. 1904 promovierte er an der Universität Göttingen mit der Dissertation »Ein Fall von Erhaltenbleiben der vena cava superior sinistra«. 1905/06 volontierte er an der Nervenklinik der Berliner Charité. 1907 erhielt Willige eine Stelle als Assistenzarzt an der psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen, wechselte jedoch wenig später in gleicher Stellung an die Universität Halle. 1912 wurde er zum Oberarzt der Universitätsnervenklinik ernannt. 1913 habilitierte sich Willige mit einer Arbeit über »Akute paranoische Erkrankungen«. Die Antrittsvorlesung hielt er über akute Geisteskrankheiten. 1917 erhielt er den Professorentitel, 1921 wurde er zum außerordentlichen Professur ernannt. Die Venia legendi erlosch im selben Jahr, da Willige die Chefarztstelle der privaten Nervenklinik »Wachsendorfsche Anstalten« in Ilten bei Hannover antrat. Diese Stelle bekleidete er bis zur Pensionierung in den 1950er Jahren.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 17089 (Willige); Mitteilung von Dr. Hans W. Willige, Hildesheim, Auskunft von Andree Willige.

Autor: HE

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