Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Werner Wöhlbier

geboren: 13. Oktober 1899 Seggerde (Kreis Gardelegen)
gestorben: 26. April 1984 Stuttgart
Konfession: evangelisch
Vater: Schulrektor in Wimmelburg

Werner Wöhlbier

Wöhlbier besuchte Bürgerschulen in Genthin und Eisleben, ab 1909 das humanistische Gymnasium Eisleben. Von Juni 1917 bis Anfang 1919 leistete er Kriegsdienst in einem Artillerieregiment an der Westfront (entlassen als Unteroffizier, ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse). 1919 erhielt er das Reifezeugnis. Danach war er als Lehrling in der Landwirtschaft auf Gut Holze in Hornburg tätig. Er studierte in Halle Landwirtschaft und Naturwissenschaften, besonders Zoologie und Agrikulturchemie. 1924 legte er das Diplomexamen und erhielt eine Stelle als Leiter eines Versuchsringbetriebes in Greifenberg (Pommern). 1925 promovierte er an der Universität Halle mit der Dissertation »Die Abhängigkeit der Stickstoffumsetzungen insbesondere der Nitrifikation von dem Säuregrad in einigen typischen Bodenarten« zum Dr. rer. nat. 1930 habilitierte sich Wöhlbier an der Universität Rostock für das Fach Agrikulturchemie. Im Sommersemester 1931 vertrat er das Lehrgebiet an der Universität Halle. Zum nichtbeamteten außerordentlichen Professor ernannt wurde Wöhlbier 1934, zugleich leitete er die Versuchsstation der Universität Rostock. 1936 erhielt er einen Ruf auf ein Ordinariat an der Landwirtschaftshochschule in Hohenheim bei Stuttgart wo er bis Ende der 1960er Jahre tätig war. Wöhlbier baute das chemische Institut und das Institut für Tierernährungslehre aus. Er forschte vor allem über die Effizienz von Futtermitteln (Neuauflagen seines Buches »Futtermittel tierischer und pflanzlicher Herkunft« erschienen bis in die 1980er Jahre). Außerdem veröffentlichte Wöhlbier über die Düngung von Weiden. Ab 1949 war er Herausgeber der Zeitschrift »Landwirtschaftliche Forschungen«, ab 1957 gab er eine Schriftenreihe über Mangelkrankheiten heraus. Geehrt wurde Wöhlbier u. a. 1957 mit der Max-Eyth-Medaille der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft.

Organisationen: SA

Quellen: Kürschner; Promotionsakte im UAHW; BA R 4901/13281.

Autor: HE

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