Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Robert Wollenberg

geboren: 9. Februar 1862 Pelplin (Kreis Stargard)
gestorben: Oktober 1942
Konfession: evangelisch
Vater: Generalarzt

Robert Wollenberg

Die Abiturprüfung legte Wollenberg 1879 am Wilhelmsgymnasium Königsberg ab. Er studierte in Königsberg und Leipzig Medizin. 1885 promovierte er an der Universität Leipzig zum Dr. med. und erhielt die Approbation als Arzt. Danach war er als Assistenzarzt in psychiatrischen Kliniken in Preußen, ab 1888 an der Nervenklinik der Charité Berlin beschäftigt. 1891 wechselte er an die Universitätsnervenklinik Halle. 1892 habilitierte er sich für die Fächer Psychiatrie und Neurologie, 1896 erhielt er den Professorentitel. 1898 trat Wollenberg die Oberarztstelle an der staatlichen Heilanstalt Hamburg-Friedrichsberg an. 1901 wurde er zum Ordinarius an der Universität Tübingen und Leiter der psychiatrischen Universitätsklinik ernannt. 1906 wechselte Wollenberg nach Strassburg, wo er 1918 vertrieben wurde. Von 1919 bis 1921 lehrte er an der Universität Marburg. 1921 wurde Wollenberg zum ordentlichen Professor der Universität Breslau berufen und 1930 emeritiert. Da Wollenberg jüdische Vorfahren hatte, wurde er aus dem Lehrkörper der Universität Breslau gestrichen. Weiteres konnte nicht ermittelt werden.

Autobiographie: Erinnerungen eines alten Psychiaters (1931)

Quellen: BA R 4901/13281; Catalogus professorum academiae Marburgensis; Altpreußische Biographie, S. 823.

Autor: HE

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