Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Bild für rechte Spalte: Reitersiegel-Binärcode

Paul Zander

geboren: 20. Januar 1884 Königsberg
gestorben: nicht ermittelt
Konfession: evangelisch
Vater: Universitätsprofessor

Paul Zander

Der Sohn eines Anatomen besuchte das Wilhelmsgymnasium in seiner Vaterstadt. Die Reifeprüfung legte er 1902 ab. Er studierte Medizin an der Universität Königsberg und promovierte 1908 mit der Dissertation »Beitrag zur Behandlung der akuten Herzinsuffizienz mittels intravenöser Injektion von Strophantin (Böhringer)« zum Dr. med. Danach arbeitete er in Leipzig und Marburg als Pathologe und Chirurg. Ab 1911 war er Assistenzarzt, später stellvertretender Oberarzt an der Chirurgischen Klinik der Universität Halle. Während des Ersten Weltkrieges zum Landsturm II eingezogen, war Zander als Assistenzarzt im Hilfslazarett Halle tätig. 1919 habilitierte sich Zander mit der auf den Kriegserfahrungen fußenden Schrift »Kritisch-diagnostische Studie über die tuberkulösen Erkrankungen der Ileozaekal-Gegend«. 1919 publizierte er in einem christlichen Verlag eine Kampfschrift zum »sexuellen Problem in der sittlichen Lebenshaltung der Jugend«. Da Zander eine Stelle in Darmstadt antrat, entzog ihm die Universität Halle die Venia legendi 1921. 1930 veröffentlichte er das Buch »Das Für und Wider der chirurgischen Behandlung des Gallenleidens auf Grund der Erfahrungen an 800 Gallenoperationen.

Quelle: UAHW, Rep. 11, PA 17367 (Zander).

Autor: HE

Zum Seitenanfang