Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Alfred Zimmermann

geboren: 1. August 1888 Freiburg im Breisgau
gestorben: 13. Januar 1931 Kiel
Konfession: katholisch
Vater: Hotelbesitzer, Privatmann

Alfred Zimmermann

Zimmermann besuchte das Luitpoldgymnasium in Freiburg, die Reifeprüfung legte er 1901 ab. 1901/02 leistete er Militärdienst als Einjährig Freiwilliger in einem Artillerieregiment. Medizin studierte er in Freiburg, München, Berlin und wieder Freiburg. Dort legte er 1907 das Staatsexamen ab und promovierte zum Dr. med. Das praktische Jahr absolvierte Zimmermann in der Universitätsaugenklinik Freiburg und im städtischen Klinikum Aachen. 1908 wurde er in Heidelberg approbiert. Er volontierte in der Universitätsklinik für Ohren-, Nasen- und Kehlkopfkranke der Universität Heidelberg, 1909 erhielt er hier eine Assistentenstelle. 1912 folgte ein kurzer Aufenthalt an der Charité in Berlin, im selben Jahr trat er als Assistenzarzt in die Universitätsohrenklinik Halle ein. 1913 wurde er Oberarzt. 1914 habilitierte sich Zimmermann mit einer experimentellen Arbeit über die Anwendung der Abderhaldenschen Untersuchungsmethoden in der Klinik der otogenen intrakraniellen Komplikationen für das Fach Oto-Rhino-Laryngologie. Zimmermann publizierte neben physiologischen auch chirurgische Arbeiten u. a. (vor 1914) über Schussverletzungen der Nase und ihrer Nebenhöhlen. 1914 war er für sechs Wochen auf einem Lazarettzug eingesetzt. Da jedoch der Direktor der Klinik kommandiert wurde, nahm Zimmermann die Leitung wahr. Er leitete auch die angegliederte Reservelazarettabteilung für etwa 100 Verwundete (ausgezeichnet mit der Rot-Kreuz-Medaille). Trotz Einspruchs der Fakultät wurde Zimmermann 1917 eingezogen. An der Front erkrankte der für seine Tapferkeit ausgezeichnete Zimmermann (Eisernes Kreuz II. Klasse, Ritterkreuz II. Klasse des Badischen Löwenordens) an Parathyphus. 1918 zurückgekehrt, übernahm er 1919 vertretungsweise die Leitung der HNO-Klinik der Universität Kiel. Noch im selben Jahr wurde er zum Ordinarius berufen.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 17467 (Zimmermann); Kürschner.

Autor: HE

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