Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Junghans, Eckehard

geboren:22. November 1961 in Leipzig
gestorben:15.3.1986 in der Hohen Tatra
  
  

Junghans, Eckehard

*22. November 1961 in Leipzig, † 15.3.1986 in der Hohen Tatra. Nachdem er bei seiner ersten Bewerbung 1980 zunächst nicht zugelassen worden war, nahm Eckehard Junghans 1983 sein Theologiestudium in Halle auf. Bei einem Zivilverteidigungslager im Jahr 1984 wurden zunächst drei Studenten (Kai Becker, Jochen Läßig, Christian Ohm) wegen einer Befehlsverweigerung des Lagers verwiesen. Fünf weitere Studenten solidarisierten sich mit ihnen, darunter Eckehard Junghans. Auch diese Studenten wurden des Lagers verwiesen und es folgten Disziplinarverfahren gegen alle acht. Eckehard Junghans verwies im Verfahren auf seine Hoffnung, „daß es anders, weit besser, geht, ohne Angst vor dem Vorgesetzten oder wem auch immer, ohne Angst um die eigene Existenz, daß das Nötige, auch das Unangenehme gemeinsam getan werden kann und wir uns ehrlich und gerade ins Gesicht sehen können.“ Im Dezember 1984 wurde entschieden, ihm einen strengen Verweis zu erteilen, 1985 wurde er jedoch unbefristet exmatrikuliert. Anschließend bewarb er sich an der kirchlichen Hochschule Naumburg, wurde jedoch abgelehnt. Im März 1986 verunglückte er tödlich beim Urlaub in der Hohen Tatra.

Quellen: UAHW, Rep. 12, SA 61920 (Junghans) u. Rep. 14, Nr. 23.

Autor: AK

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